Schulprogramm

Inhalt

1 Schulporträt
1.1 Leitbild
1.2 Schule als Lebensraum
2 Berufsorientierung an der Schule Geestequelle
2.1 Wirtschaftsunterricht
2.2 BOT (Berufsorientierungstage)
2.3 Die Schülerbetriebspraktika
2.4 Schülergenossenschaft – »TEAM-Schule Oerel«
3 Lernen der ganzen Persönlichkeit
3.1 Die Arbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern
3.2 Mathematik
3.3 Fachbereich Gesellschaft
3.4 Sprachen
3.5 Musik
3.6 Kunst, Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten
3.7 Evangelische Religion
3.8 Sport
4 Individuelles Lernen – Visionen und Vorhaben
4.1 Fördern und Fordern
4.1.1 Sprachförderunterricht in der Kindertagesstätte
4.1.2 Förder- und Forderband GS
4.1.3 Förder- und Forderband ab Klasse 5
4.2 Methodenlehrplan, Kompetenzentwicklung
4.3 Integration von Hörgeschädigten
4.4 Fortbildung der Lehrer
5 Lernen in Gemeinschaft
5.1 Schülermitbestimmung an der Schule Geestequelle
5.2 Elternmitarbeit
5.3 Schulsozialarbeiterin
5.4 Schulträger
6 Schlussbemerkungen

 

Lernen und Leben in der Gemeinschaft

1 Schulporträt

Wir sind eine Grund- und Oberschule mit auslaufender Haupt- und Realschule in der Samtgemeinde Geestequelle und gehören zur Landesschulbehörde Lüneburg.

Die Schule liegt in Oerel an der Südseite des Ackerbergs inmitten von Grünflächen in einem landwirtschaftlich geprägten, dörflichen Umfeld.

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen aus den fünf Gemeinden Alfstedt, Ebersdorf, Oerel, Hipstedt und Basdahl mit ihren insgesamt 11 Ortschaften.

Etwa 420 Schülerinnen und Schüler besuchen unsere Schule. Sie werden von 40 Lehrkräften unterrichtet. Unterstützt werden die Lehrerinnen und Lehrer von einer Schulsozialarbeiterin und zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen. Zum nichtlehrenden Personal zählen drei Schulsekretärinnen, zwei Hausmeister, zwei Küchenfachfrauen für die Mensa und 16 Reinigungskräfte.

Die Verlässliche Grundschule ist einzügig und umfasst die Klassen 1 bis 4. Oberschule sind wir seit dem Schuljahr 2011/12, aufsteigend ab Klasse 5. Die Haupt- und Realschule schließt mit ihren Klassen daran an. In der OS und der HRS können nach den Bestimmungen der Abschlussverordnung sämtliche Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:

  • Hauptschulabschluss (nach der 9. Klasse)
  • Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss
  • Sekundarabschluss I – Realschulabschluss
  • Erweiterter Sekundarabschluss I

In Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Oerel, den umliegenden Grundschulen sowie den weiterführenden und Berufsbildenden Schulen erleichtern wir die Übergänge.

In den Jahren 1994 bis 2004 war unsere Schule im Rahmen eines Modellversuchs eine Sekundarschule, in der Haupt- und Realschülerinnen und -schüler gemeinsam unterrichtet wurden. Seit dem Jahr 2006 wurden in Niedersachsen keine Sekundarschulen mehr zugelassen. Seit dem Schuljahresbeginn 2011/2012 sind wir eine Oberschule.

Mit der Oberschule greifen wir die positiven Erfahrungen der Sekundarschule wieder auf und unterrichten Haupt- und Realschüler gemeinsam. In ihr ermöglichen wir gemeinsame Lernerfahrungen in heterogen zusammengesetzten Lerngruppen, ein gemeinsam gestaltetes Schulleben, aber auch individuelles Lernen durch

  • äußere Differenzierung in den Kernfächern ab Klasse 6 bzw. 7  
  • gemeinsamen Unterricht in den verbleibenden Fächern  
  • klassenübergreifende Wahlpflichtkurse  

1.1 Leitbild

Die Schule Geestequelle hat sich als Leitidee für ihr Schulprogramm das Motto „Wir sind eine gemeinsame Schule“ (Klasse 1 bis 10) gegeben. Ausgehend von diesem Leitgedanken haben wir uns auf folgende grundlegenden Prinzipien geeinigt:

Schulprogramm

1.2 Schule als Lebensraum

Sich wohl fühlen in der Schule ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Schülerinnen und Schüler lernen können.

Hierzu gehört besonders auch das Umfeld. Nicht nur lerngerecht ausgestattete Klassen- und Fachräume, sondern auch ein ansprechend gestaltetes Schulgelände und Lernorte im Freien:

 

Mensa

3 Sporthallen

C-Sportanlage

Musikraum

2 NTW-Räume

Schulküche (4 Küchenzeilen)

Computerraum

Werkraum

Textilraum

Schulgarten

Grillpavillon

Schulhof

Grünes Klassenzimmer am Oereler See

Mini-Fußballfeld

Tischtennisplatten

Kicker

Spielplatz für die Grundschüler

 

 

 

Wodurch kann Verbundenheit besser erzeugt werden

als durch gemeinsame Freude?

Zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen führen zu einem guten Miteinander und steigern das „Wir-Gefühl“. Feste, Ausflüge, Klassenfahrten und Projekte helfen Schülern, sich mit der Schule Geestequelle zu identifizieren.

Wandertage und Ausflüge werden überwiegend klassen- und jahrgangsbezogen veranstaltet.

In jährlichen Kollegiumsausflügen und gemeinsamen Unternehmungen der Lehrer wird der Zusammenhalt gestärkt und eine besondere Verbundenheit erzeugt. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zeichnen unser Kollegium aus.

  • Einschulungsfeier 
  • Abschlussfeier
  • Fasching (Grundschule)
  • Spielfest
  • Frühlingskonzert
  • Schulgottesdienste 
  • Laternenumzug (Grundschule)
  • Adventsandachten
  • Theaterbesuche
  • Eislaufen
  • Weihnachtsmusicals
  • Musikveranstaltungen
  • Lesungen
  • Schulkino 
  • Sportfeste
  • Jugendwaldeinsatz 
  • 5-tägiges Zirkusprojekt der Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Mitmachzirkus „Eldorado“
  • „Trau dich“ (Grundschule) und „Wehr dich“ (6. Klasse) zur Stärkung des Selbstbewusstseins, zur Selbstverteidigung und zur Gewaltprävention 
  • und vieles mehr… 

 

2 Berufsorientierung an der Schule Geestequelle

Das Berufsorientierungskonzept der Schule Geestequelle fußt

auf vier sich gegenseitig ergänzenden Säulen.

2.1 Wirtschaftsunterricht

Im Wirtschaftsunterricht werden die theoretischen Grundlagen nach den curricularen Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums für das Fach Wirtschaft vermittelt.

2.2 BOT (Berufs-Orientierungs-Tage)

Während der Berufs-Orientierungs-Tage werden die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche fünf Stunden unterrichtet. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, einen realistischen Blick auf die eigene Person zu gewinnen. Sie erfahren, in welchem Verhältnis eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu eigenen Interessen und Wünschen stehen. Ergänzt wird diese Selbstanalyse durch regelmäßige Betriebserkundungen, bei denen ein Einblick in unterschiedliche Tätigkeitsbereiche und Betriebsformen ermöglicht wird. Auch das Erfolg versprechende Verhalten in wechselnden Bewerbungssituationen wird hier vermittelt und trainiert.

2.3 SBP (Schüler-Betriebs-Praktika)

Die SBP dienen unter anderem der Ergänzung der von den Schülerinnen und Schülern zuvor erworbenen Kompetenzen und des Wissens aus dem Wirtschaftsunterricht und den Berufs-Orientierungs-Tagen. Ebenso können im SBP die im Wirtschaftsunterricht vermittelten theoretischen Grundlagen durch die Praxis ergänzt und die im BOT-Unterricht erworbenen praktischen Kenntnisse umgesetzt werden.

2.4 Schülergenossenschaft »TEAM-Schule Oerel«

Die Schülerfirma ist eine realitätsnahe Simulation einer Unternehmensstruktur mit unterschiedlichen Geschäftszweigen. Sie wird in der Form einer Nachhaltigen Schülergenossenschaft geführt. Ein an der Wirklichkeit orientiertes Bewerbungsverfahren führt, je nach Qualität der Schülerbeiträge, zur Einstellung in die gewünschte Abteilung oder zur Zuweisung in die Abteilung für Arbeitssuchende. Die verschiedenen Abteilungen bieten Tätigkeitsbereiche für die breit gefächerten Interessen der Schülerinnen und Schüler. So ist es möglich, in handwerklichen und künstlerischen Tätigkeitsfeldern aktiv zu werden oder in Verwaltungs- und Organisationsbereichen mitzuwirken.

3 Lernen der ganzen Persönlichkeit

3.1 Die Arbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern an der
Schule Geestequelle

Die Schule Geestequelle führt einen problemorientierten, naturwissenschaftlichen Unterricht durch. Fachwissen wird nicht nur einfach vermittelt, sondern soll - möglichst anhand einer Problemstellung -  durch Experimente, Referate und Schülerversuche von den Schülerinnen und Schülern selbst erschlossen werden.

In den naturwissenschaftlichen Fächern Physik, Biologie und Chemie wird angestrebt, dass das Experiment als Medium zur Erkenntnisgewinnung im Vordergrund steht.

Es wird Wert darauf gelegt, die Phänomene mit eigenen Augen zu betrachten. Exkursionen in die nahe Natur, wie z.B. das Oereler Moor und den Oereler See oder andere außerschulische Lernorte, wie z.B. die NABU- Umweltpyramide Bremervörde, finden daher in verschiedenen Jahrgängen statt.  

Der Unterricht wird des Weiteren durch Projekte ergänzt, um die Schülerinnen und Schüler vertiefend im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fordern und zu fördern. Eines dieser Projekte ist das Grüne Freiluft-Klassenzimmer am Oereler See. In Kooperation mit der Gemeinde Oerel, dem Kindergarten Oerel, der Schule Geestequelle und der NABU- Umweltpyramide Bremervörde sind durch Schülerhand an einem nahe gelegenen See ein Wasserlabor und ein Naturlehrpfad entstanden, mit deren Hilfe die Schülerinnen und Schüler Fragestellungen rund um das Thema Stillgewässer aktiv erforschen können. Das „Seeprojekt“ wird seit diesem Schuljahr von der NABU- Umweltpyramide als AG im Nachmittagsangebot durchgeführt.

Dazu besteht ein Kooperationsvertrag mit der NABU-Umweltpyramide Bremervörde, der es weiterhin den Klassen ermöglicht, die Umweltpyramide und umweltbildende Seminare zu besuchen.

Regelmäßig wird an naturwissenschaftlichen Wettbewerben teilgenommen. Im Schuljahr 2008/2009 war die Schule Geestequelle Preisträgerin des Schulwettbewerbs „Klimachecker“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Christian Wulff.

3.2 Mathematik

Mathematik begreifen und greifbar machen

Eine Fülle an Materialien ermöglicht es den Fachlehrern, den Mathematikunterricht handlungsorientiert zu gestalten.

Seit 2002 führen wir jährlich einen KOMA (Kopfrechen-Mathematik)-Wettbewerb durch, an dem alle 3. bis 10. Klassen teilnehmen. Für diesen Wettbewerb üben die Schülerinnen und Schüler häufig und entwickeln den Ehrgeiz, als Klasse oder als Einzelner besser abzuschneiden als im Vorjahr. Der Jahresvergleich zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler durch diesen Anreiz kontinuierlich ihre Kopfrechenleistungen steigern.

3.3 Fachbereich Gesellschaft

Aus der Vergangenheit lernen, Gegenwart verstehen, Zukunft gestalten

Die Schule Geestequelle will den Schülerinnen und Schülern erste Zusammenhänge politischer Entwicklungen vermitteln sowie geschichtliche Abläufe verdeutlichen.

Im Nahbereich der Schule nutzen wir vielfältige Möglichkeiten für Exkursionen im geschichtlich-gesellschaftlichen Bereich, z. B. Besuch des Auswandererhauses in Bremerhaven, Begehung der Gedenkstätte in Sandbostel oder Besuch der Gedenkstätte in Bergen-Belsen, Besuch des Bachmann-Museums in Bremervörde.

Weiterhin erfolgt eine Teilnahme an Projekten wie etwa dem Steinzeitprojekt, um den Schülerinnen und Schülern geschichtliche Epochen näher zu bringen.

Der Bereich Politik umfasst neben einem Einblick in das politische Weltgeschehen – unterstützt durch einen intensiven Umgang mit Nachrichten durch Fernsehen und Zeitung – auch Bereiche der direkten Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wie Jugend und Alkohol und Gewaltprävention.

Allgemein lernen die Schülerinnen und Schüler in diesem Fachbereich (wie auch in den Fremdsprachen) ihr geografisches Wissen zu erweitern, Einblicke in andere Kulturen zu gewinnen und die Entwicklung der Gesellschaft zu verstehen.

3.4 Sprachen

Kommunikation auf Hochdeutsch, Plattdeutsch, Englisch und Französisch

Im Bereich Deutsch legen wir besonderen Wert auf die Förderung der Lesefreude. Einmal wöchentlich fährt in der großen Pause ein Bus zur Gemeindebücherei. Um dieses Angebot kennenzulernen, findet ab Klasse 3 ein Besuch der Bücherei im Klassenverband statt. Weitere Anreize in verschiedenen Jahrgangsstufen bieten Lesungen, Leseabende, Lesenächte, Kinder- und Jugendbuchausstellungen, Literatur- und Zeitungsprojekte.

Um die heimische Sprache und Kultur kennenzulernen und zu bewahren, wird in der Grundschule eine AG Plattdeutsch angeboten. Die dort erworbenen Fähigkeiten werden regelmäßig bei regionalen Vorlesewettbewerben wie „Kiek mol wedder in“ unter Beweis gestellt.

Der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen ist in der heutigen Zeit besonders wichtig. Englisch als erste Fremdsprache (ab Klasse 3) wird ab der 6. Jahrgangsstufe im Wahlpflichtbereich um Französisch als zweite Fremdsprache ergänzt. Dabei wollen wir anderen Ländern und Kulturen begegnen, indem wir fächerübergreifend z. B. auch Koch- und Backrezepte ausprobieren, landestypische Lieder singen und Spiele spielen.

3.5 Musik

Lasst Musik sprechen

In der Musik und im Gesang kommen Gefühl und Geist, Seele und Körper zu einer Einheit. Die musikalische Bildung fördert die Entwicklung von Kindern zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

In unserem Musikunterricht legen wir Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler mit Musik auf unterschiedlichste Art und Weise in Berührung kommen. Hierbei steht vor allem das praktische Musizieren im Vordergrund.

Dazu finden in den jeweiligen Schulstufen regelmäßig wiederkehrende Projekte statt:
Im Grundschulbereich sind dies der Besuch der Märchenorgel, eine Klangreise in die Musiktraditionen fremder Länder und Kulturen, Besuche verschiedener für Kinder bearbeiteter Opern und Aufführungen von Musicals. Im Sekundarbereich wird der Musikunterricht u. a. im Wahlpflichtbereich angeboten.

Auch hier werden regelmäßig Projekte durchgeführt, z.B. Aufführungen von Musicals, Teilnahme am Frühlingskonzert und die Gestaltung des Buß- und Bettagsgottesdienstes, Besuch eines Stimmbildungsseminars und Tanzworkshops für die OMaD-Mitarbeiter der Schülerfirma.

Über den normalen Musikunterricht hinaus bietet unsere Schule weiterhin verschiedene Möglichkeiten zur aktiven Musikgestaltung. Sowohl im Grundschul- als auch im Sekundarbereich können die Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Schulchören mitsingen. Diese Chöre haben es sich zur Aufgabe gemacht, bei unterschiedlichen Anlässen innerhalb der Schule (Frühlingskonzert, Adventsandachten, Einschulungsfeiern) und außerhalb der Schule (Einladungen zu verschiedenen Anlässen) aufzutreten.

Im Musikraum steht das Equipment für eine komplette Musikgruppe zur Verfügung, das unter anderem auch von der Schulband genutzt wird. Seit vielen Jahren singen die Lehrer im Lehrerchor.

3.6 Kunst, Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten

Diese Fächer kümmern sich um unsere Welt, soweit sie visuell erfahren, vermittelt und gestaltet wird!

Es geht in diesen Fachgebieten nicht nur um den Umgang mit „Bildender Kunst“, also mit Malerei, Grafik, Bildhauerei, Kunstgeschichte, sondern auch um angewandte visuelle Kommunikation, also um Schrift, Fotografie, Film, Fernsehen, Werbung, Print- und IT-Medien, um die Welt der Architektur mit ihren Teilgebieten und um Objektgestaltung in handwerklicher und industrieller Form, also Industrial Design.

Die Beschäftigung mit diesen Inhalten ist ein wichtiger Teil der Bildung, denn sie hilft bei der Orientierung in einer immer unübersichtlicher scheinenden Welt. Genauso wichtig ist uns aber auch der praktische, kreative Anteil der Fächer. So wie Schule die Ausdrucksfähigkeit im verbalen Bereich vermittelt, sollte sie diese auch im visuellen Bereich entwickeln. Ein Schwerpunkt des Unterrichts ist daher der Erwerb von gestalterischen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie Fertigkeiten im handwerklichen Vorgehen. Im Fach Textiles Gestalten vermitteln wir die Grundtechniken Stricken, Häkeln, Sticken und Nähen.

Darüber hinaus versuchen wir unsere Arbeit immer wieder in größere Zusammenhänge zu stellen: Wir besuchen uns wichtig erscheinende Ausstellungen, machen eigene Präsentationen und nehmen an verschiedenen Wettbewerben teil.

3.7 Evangelische Religion

Der Religionsunterricht in Oerel zeichnet sich durch eine vielfältige Kooperation mit der Kirchengemeinde aus. Das Gemeindehaus kann für besondere Anlässe genutzt werden, ebenso finden Kirchenbesichtigungen statt.

Schon am ersten Schultag werden die ABC-Schützen in einem Einschulungsgottesdienst begrüßt.

Die Klassen 5 bis 7 nehmen an einem Reformationstagsgottesdienst teil, der von einer dieser Klassenstufen gestaltet wird.

Die Klassen 8 bis 10 besuchen den Buß- und Bettagsgottesdienst, der von den Abschlussklassen vorbereitet und geleitet wird.

Nach den Adventssonntagen finden für die Klassen 1 bis 10 Adventsbesinnungen in den Pausenhallen statt. Diese werden  von den 10. Klassen bzw. von der Grundschule gestaltet.

Die von den Schülerinnen und Schülern durchgeführten Gottesdienste werden im Gemeindehaus jeweils an zwei Tagen erarbeitet und geprobt.

3.8 Sport

„Auf die Plätze – Fertig – Los!“

 

Oerel läuft        schnell und lange

        springt        weit und hoch

        und spielt        mit dem Ball und miteinander

 

In und um Oerel bewegt sich viel. Die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sind im Unterricht oder in den Pausen gern in Bewegung.

Das Außengelände bietet viele Möglichkeiten sich aktiv zu entspannen, z. B. an den Tischtennisplatten und Basketballkörben, auf den Beachvolleyballfeldern und auf dem Minifußballfeld Sport zu treiben. Durch die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern entstand auf dem Pausengelände ein vielfältiges Angebot für Geschicklichkeitsübungen und kreative Spiele.

Der Sportunterricht findet für unsere Klassen in drei Sporthallen und auf einer Sportanlage Typ C statt. Im Grundschulbereich gibt es eine Sportspiele-AG. Der Schulträger ermöglicht jeweils der 3. und den 5. Klassen wöchentlich den Schwimmunterricht in Bremervörde.

Zwischen der Schule Geestequelle und den umliegenden Sportvereinen TSV Oerel-Barchel und TSV Basdahl-Volkmarst bestehen Kooperationsvereinbarungen, die eine Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Schule Geestequelle an verschiedenen Trainingsgruppen ermöglicht.

Regelmäßig nehmen wir an regionalen Schulwettbewerben teil. Die 3. und 4. Klassen fahren zum Brennballturnier und zum Leichtathletikwettkampf. Die höheren Klassen nehmen an Handball-, Basketball-, Volleyballturnieren und am Vergleichswettbewerb Orientierungslauf teil.

Ein fester Bestandteil des Schuljahres ist eine gemeinsame Sportveranstaltung aller Klassen. Abwechselnd werden Bundesjugendspiele, Waldläufe, Sportabzeichentage oder Orientierungsläufe durchgeführt.

Schulintern organisiert der Schülerrat ein Fußballturnier für die oberen Klassen.

4 Individuelles Lernen – Visionen und Vorhaben

4.1 Fördern und Fordern

4.1.1 Sprachförderunterricht in der Kindertagesstätte

Die Lehrerinnen der Grundschule führen jedes Jahr den Sprachfeststellungstest für die Kinder durch, die im nächsten Jahr eingeschult werden und erteilen ein Jahr lang Förderstunden in der Kindertagesstätte.

4.1.2 Förder- und Forderband GS

Durchgängiges Unterrichtsprinzip ist die individuelle Aufgabenstellung für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler und die individuelle Verstärkung, um das Selbstwertgefühl zu stärken und die Motivation zu erhöhen.

Darüber hinaus sollte ein Förderband für alle GS-Klassen folgende Kriterien erfüllen:

  • jahrgangsübergreifend
  • Förderung mit mehr Lehrkräften als Klassenlehrerinnen
  • in kleinen Gruppen
  • für die Fächer Mathematik und Deutsch
  • für die Klassen 1 und 2 Fachlehrerinnen bzw. Fachlehrer für Deutsch aus der GS
  • für die Klassen 3 und 4 Fachlehrerinnen bzw. Fachlehrer aus der GS und zusätzlich auch aus der HS und RS

Des Weiteren wird durch eine Lehrkraft der Förderschule Bremervörde Sprachförderunterricht in der Klasse 1 und bei Bedarf auch in Klasse 2 erteilt.

4.1.3 Förder- und Forderband ab Klasse 5

Aus den in der Stundentafel festgelegten Stunden der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wird der Förder- und Forderunterricht in einem Band in der 1. Stunde von Montag bis Mittwoch mit 18 Lehrerstunden erteilt.

An jedem dieser Tage finden 6 Förder- bzw. Forderkurse statt (D1/D2, M1/M2, E1/E2).

Alle Schüler der fünften Klassen werden nach Feststellung der individuellen Lernausgangslage auf die verschiedenen Lerngruppen verteilt.

Jeder Schüler nimmt an drei verschiedenen Kursen teil.

4.2 Methodenlehrplan, Kompetenzentwicklung

Erwerb von Methoden- und Sozialkompetenz: EMS-Training

Die Schule Geestequelle fördert die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler, um sie zu einem Leben in Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Umwelt zu befähigen. Methoden- und Sozialkompetenz ist sowohl für das schulische, als auch für das außerschulische Leben der Schülerinnen und Schüler von großer Bedeutung.

Die Haupt- und Realschule Oerel beabsichtigt, die Methoden- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler in naher Zukunft gezielt zu fördern. Dieses geschieht im EMS-Training (Erwerb von Methoden- und Sozialkompetenz) während festgelegter Trainingstage, an denen alle Klassenstufen teilnehmen. Von Klasse 5 bis Klasse 9/10 durchlaufen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Module, die aufeinander aufbauen.

4.3 Integration von Hörgeschädigten

Für hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler richtet die Schule Geestequelle Klassenräume mit Akustikdecken ein. Diese bewirken eine deutlich wahrnehmbare Schalldämmung und haben gute Schallschluckeigenschaften im gesamten Frequenzbereich. So können sich Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigungen auf wesentliche Geräusche besser konzentrieren.

Zusätzlich erhalten hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler Förderunterricht. Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule kooperieren mit der Förderschule in Zeven. Außerdem nehmen Lehrerinnen und Lehrer von betroffenen Schülerinnen und Schülern an Fortbildungen zum Thema Hörschädigungen teil.

4.4 Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer

Die Schule organisiert schulinterne Lehrerfortbildungen zu aktuellen Themen. Des Weiteren nutzen die Lehrerinnen und Lehrer die regionalen und überregionalen Angebote und die Einladungen der Verlage.

5 Lernen in Gemeinschaft

5.1 Schülermitbestimmung an der Schule  Geestequelle

Wie an allen Schulen des Sekundarbereiches I in Niedersachsen wirken auch an der Oereler Schule Schülerinnen und Schüler durch den Schülerrat und als gewählte Schülersprecher in den Konferenzen und im Schulvorstand an der Gestaltung des schulischen Lebens mit. Sie nehmen an den Schul- und Kulturausschusssitzungen der Samtgemeinde teil, besuchen regelmäßig Fortbildungskurse und organisieren sehr viele – das Schulleben positiv beeinflussende – Veranstaltungen.

Abschlussklassen übernehmen Patenschaften für neue Schüler der 5. Klassen. Verbrauchte Druckerpatronen werden gesammelt und gegen Pausenspiele eingetauscht. Der Schülerrat organisiert und führt Spendenläufe für wohltätige Zwecke durch. Auch Fußballturniere zwischen den Abschlussklassen gehören zu seinen Angeboten.

Eine weitere sinnvolle Freizeitgestaltung ist das Tanzen. Eine in der Freizeit stattfindende Tanz-AG findet großen Zuspruch – auch bei den Jungen.

5.2 Elternmitarbeit

Die Schule ist heute als eigenverantwortliche Schule immer mehr auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen; auch die Elternschaft ist ein fester Bestandteil in den Schul- und Kulturausschusssitzungen der Samtgemeinde. Die Elternvertreter helfen gerne bei Schulveranstaltungen jeglicher Art verantwortlich mit. Ob Leseabend in der Schule, Übernachtungen, Schulhofgestaltung oder Organisation von Festen und Feiern und Sportveranstaltungen: Eltern unterstützen bei vielen Anlässen. Sie binden Adventskränze, übernehmen Patenschaften für den von Schülern gebauten Grillpavillon, leisten den Transport und die Betreuung der Kinder während des Kreischorfestes oder schmücken die Aula für Schulveranstaltungen. Von ihnen wurde ein Elternstammtisch ins Leben gerufen. Hier wird an der Festigung der Gemeinschaft gearbeitet und miteinander geredet, werden Vorbereitungen für gemeinsame Unternehmungen getroffen. Eltern haben einen Förderverein ins Leben gerufen, der in vielfältiger Art und Weise unterstützt. Schnelle, unbürokratische Hilfe im Einzelfall wäre ohne diesen gemeinnützigen Verein kaum vorstellbar.

5.3 Schulsozialarbeiterin

Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird die Schule von einer Schulsozialarbeiterin unterstützt. Sie ist Ansprechpartnerin bei Problemen zwischen Schule, Eltern, Lehrern und Schülern. Sie ist eine spürbare Entlastung für Betroffene.

5.4 Schulträger

Die Samtgemeinde Geestequelle als Schulträger unterstützt die Schule in sehr hohem Maße. Sie schafft gute Voraussetzungen für eine angenehme Lehr- und Lernatmosphäre. Sie hat stets ein offenes Ohr für die Belange ihrer Schule.

6 Schlussbemerkungen

Die Aussagen des Schulprogramms sind nicht als abgeschlossene Programmbeschreibung zu verstehen. Vielmehr bedürfen alle Inhalte und Aussagen der ständigen Überprüfung, Aktualisierung, Ergänzung und Fortschreibung.

Zu diesem Zweck soll mindestens einmal jährlich die Überprüfung und Fortschreibung des Schulprogramms wesentlicher Inhalt jeder Fachkonferenz sowie der Gesamtkonferenz und der Schulvorstandssitzung sein.