Unsere Oberschule

Seit dem Schuljahr 2011/12 sind wir eine Oberschule mit teilgebundener Ganztagsschule. Das Konzept der Oberschule ist für uns nicht neu. Für die Dauer von 12 Jahren führten wir einen genehmigten Schulversuch durch, wir nannten uns in dieser Zeit Sekundarschule. Alle an der Schule beteiligten Personengruppen waren sehr zufrieden mit diesem Konzept, bis der Schulversuch aus politischen Gründen beendet werden musste.

Seit dieser Zeit haben wir immer wieder versucht, diesem Schulkonzept näher zu kommen. Dem Wunsch der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulleitung und Lehrern wurde von politischer Seite her lange widerstanden.

Das Konzept der Oberschule entspricht in vielen Punkten dem früheren Konzept der Sekundarschule. Aus diesem Grund können wir von den damaligen Erfahrungen profitieren und sind äußerst motiviert, das neue Konzept der Oberschule umzusetzen.

Die Oberschule erfüllt den dringenden Wunsch, abschließende Bildungsempfehlungen länger offen zu halten, da sich Kinder sehr individuell und unterschiedlich schnell entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, Qualifikationen zu erwerben, mit denen sie ihren berufsbezogenen Bildungsweg erfolgreich fortsetzen können.

An unserer Schule können alle Abschlüsse des Sekundarbereichs I erworben werden.

 

Stellung der Oberschule im niedersächsischen Schulsystem und ihre Abschlüsse

Die Oberschule umfasst als Schule des Sekundarbereichs I die Schuljahrgänge 5 bis 10. Aufgrund des breiten, differenzierten Bildungsangebotes können an unserer Schule unterschiedliche Abschlüsse erworben werden (s. Abschlüsse an der Schule Geestequelle).

 

Organisationsform der Schule Geestequelle

Der Unterricht wird jahrgangsbezogen in Verbindung mit Fachleistungsdifferenzierung erteilt. Jahrgangsbezogener Unterricht bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulempfehlung und mit Realschulempfehlung gemeinsam im Klassenverband nach den Vorgaben zur Oberschule unterrichtet werden. Dabei erfolgt im Verlauf der Schuljahrgänge zunehmend die Einrichtung von Fachleistungskursen in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik.


Pflichtunterricht

Kern des Pflichtunterrichts bilden die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

Zum Pflichtunterricht gehören folgende Fachbereiche und Fächer:


Sprachen:

Deutsch, Englisch


Mathematik und Naturwissenschaften:

Mathematik, Physik, Chemie, Biologie


Geschichtlich-Soziale-Weltkunde:

Geschichte, Politik, Erdkunde


Arbeit / Wirtschaft - Technik:

Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft


Musisch - kulturelle Bildung:

Musik, Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten


Religion / Werte und Normen:

Religion, Werte und Normen


Sport:

Sport

 

Wahlpflichtkurse und 2. Fremdsprache

s. Schulprogramm


Berufsorientierung und Berufsbildung

s. Schulprogramm


Organisation von Lernprozessen

Der Unterricht an unserer Schule ist so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler angeregt und unterstützt werden, selbstständig und kooperativ zu lernen und zu arbeiten. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und das individuelle Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler werden berücksichtigt.

Den Sozialformen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie den Unterrichtsformen Freiarbeit, Wochenplanarbeit und Projektunterricht kommen deshalb neben dem Klassenunterricht große Bedeutung zu.


Förderung durch Differenzierung

Unterschiedliche Lernvoraussetzungen und individuelles Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler erfordern differenzierende Lernangebote und Lernanforderungen.

Entsprechend ihrer individuellen Leistungsfähigkeit und Arbeitsweise werden die Schülerinnen und Schüler durch innere und äußere Differenzierung im Unterricht gefördert.

Innere Differenzierung: Bei der inneren Differenzierung werden die Schülerinnen und Schüler zusammen unterrichtet, erhalten aber Arbeitsmaterial und Arbeitsaufträge mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus.

Äußere Differenzierung: Bei der äußeren Differenzierung werden die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Lerngruppen gleichen Niveaus unterrichtet.


Methodenkompetenz

An unserer Schule werden den Schülerinnen und Schülern fachübergreifende methodische Fertigkeiten vermittelt. Diese sind insbesondere:

  • Anfertigung mündlicher Vorträge

  • Umgang mit dem Internet

  • Textverarbeitung und Tabellenkalkulation

  • Einsatz von mediengestützten Präsentationsverfahren

  • u.v.m.

 

Leistungsbewertung

Für jede Schülerin und jeden Schüler werden die Lernergebnisse festgestellt und bewertet. Um die Leistungen zu bewerten, werden die Lernfortschritte und Lernergebnisse überprüft. Das erfolgt durch mündliche, schriftliche und andere fachspezifische Lernkontrollen. Den Lehrkräften ist es so möglich, jede Schülerin und jeden Schüler individuell zu bestätigen und zu ermutigen, das Lernen und die Selbsteinschätzung zu fördern und zu korrigieren. Die Auswertung der Beobachtungen und Ergebnisse ist Grundlage für Differenzierungs- und Fördermaßnahmen sowie für die Zeugnisnoten.

 

Lernkontrollen

Die Anzahl der zu zensierenden schriftlichen Lernkontrollen pro Schuljahr richtet sich nach der Wochenstundenzahl des jeweiligen Faches. Auf Beschluss der Fachkonferenz kann eine schriftliche Lernkontrolle durch eine andere Form der Lernkontrolle ersetzt werden, die schriftlich oder fachpraktisch zu dokumentieren und mündlich zu präsentieren ist.

 

Zeugnisse und Ausgleichsregelungen

Die Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils ein Halbjahreszeugnis und am Ende der Schuljahrgänge 5 bis 10 bei erfolgreichem Besuch ein Versetzungszeugnis. Sie werden versetzt, wenn alle Pflicht- und Wahlpflichtfächer mindestens mit der Note "ausreichend" bewertet worden sind. Nicht ausreichende Leistungen können unter bestimmten Voraussetzungen mit befriedigenden oder besseren Noten in anderen Fächern ausgeglichen werden.

 

Übergänge

Der Übergang vom 4. Schuljahrgang der Grundschule in den 5. Schuljahrgang der Oberschule erfolgt wie bei den anderen weiterführenden Schulen nach Entscheidung der Erziehungsberechtigten, die diese auf der Grundlage der Schullaufbahnempfehlung, des Zeugnisses im 4. Schuljahrgang sowie einer eingehenden Beratung durch die Grundschule treffen. Da die Schule Geestequelle jahrgangsbezogen organisiert ist, erfolgt die Anmeldung für alle Schülerinnen und Schüler an der Oberschule (Bei Oberschulen, die schulformbezogen unterrichten, erfolgen die Anmeldungen hingegen für den Haupt- oder Realschulzweig).

Beim fachleistungsdifferenzierten Unterricht in den höheren Klassen erfolgen Kurszuweisungen nach Entscheidung der Klassenkonferenz. Kurszuweisungen und Kurswechsel sind pädagogische Maßnahmen. Die Entscheidung wird auf Vorschlag der Fachlehrkraft getroffen. Hierbei wird über die Noten der schriftlichen, mündlichen und anderen fachspezifischen Lernkontrollen hinaus die Gesamtpersönlichkeit der Schülerin oder des Schülers berücksichtigt. Kurswechsel sind in der Regel am Ende jedes Schulhalbjahrs möglich und geben den Schülerinnen und Schülern die Chance, auf der Anforderungsebene unterrichtet zu werden, die ihrer Leistungsfähigkeit in diesem Fach entspricht. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler in verschiedenen Fächern auf verschiedenen Anforderungsebenen unterrichtet und somit fächerspezifisch entsprechend seiner individuellen Leistungsfähigkeit gefördert wird.

Bei unserem jahrgangsbezogenen Unterricht in Verbindung mit Fachleistungsdifferenzierung wird der Bildungsweg der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers möglichst lange offen gehalten. Über den Abschluss entscheidet das Notenbild in Verbindung mit einer entsprechenden Kurszugehörigkeit im fachleistungsdifferenzierten Unterricht.

 

Abschlüsse an der Schule Geestequelle

Am Ende des 9. Schuljahrgangs können folgende Abschlüsse erworben werden:

  • Hauptschulabschluss

Erfolgreiche Teilnahme an der zentralen Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie einer mündlichen Prüfung in einem weiteren zugelassenen Prüfungsfach nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers.

 

Am Ende des 10. Schuljahrgangs können folgende Abschlüsse erworben werden:

  • Sekundarabschluss I – Hauptschule ("Erweiterter" Hauptschulabschluss)

Erfolgreiche Teilnahme an der zentralen Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie einer mündlichen Prüfung in einem weiteren zugelassenen Prüfungsfach nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers.

  • Sekundarabschluss I – Realschule (Realschulabschluss)

Erfolgreiche Teilnahme an der zentralen Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie einer mündlichen Prüfung in einem weiteren zugelassenen Prüfungsfach nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers.

  • Erweiterter Sekundarabschluss I (Erweiterter Realschulabschluss)

Erfolgreiche Teilnahme an der zentralen Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie einer mündlichen Prüfung in einem weiteren zugelassenen Prüfungsfach nach Wahl der Schülerin bzw. des Schülers.

 

Ganztagsangebot

s. Ganztagsschule

 

Sozialpädagogische Unterstützung

An unserer Schule unterstützt die Sozialarbeiterin Marianne Willer die Schulleitung und die Lehrkräfte, indem sie die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien berät und unterstützt.

Außerdem ist sie den Schülerinnen und Schülern bei der Durchführung der berufsorientierenden und berufsbildenden Maßnahmen behilflich.