Besuch im Schnürschuh-Theater Bremen Klasse 10
„Romeo und Julia“

Am 04.11.2009 besuchten die 10ten Klassen das Schnürschuh-Theater in Bremen, um Shakespeares „Romeo und Julia“ anzuschauen. Die Reise begann um 7.30 Uhr mit dem Bus an der Oereler Schule. Wir fuhren mit gemischten Gefühlen los.

Als wir endlich in Bremen ankamen, waren wir erstaunt, dass das Theater so klein war. Die komplette Kulisse bestand aus einigen Paravents. Das sollte die schöne Stadt Verona sein?
Als das Stück begann, kamen die Schauspieler auf die Bühne und machten deutlich, wie verfeindet die Montagues mit den Capulets waren. Sie führten einen Kampf auf mit Stöcken und Gebrüll, so wie es in der Stadt Verona zwischen den Montagues und den Capulets an der Tagesordnung gewesen war.
Romeo war nicht gut drauf, da er Liebeskummer wegen Rosalinde hatte, die er nicht kriegen konnte. Benvolio und Mercutio, seine besten Freunde, beschlossen mit ihm auf einen Maskenball der Capulets zu gehen, um sich dort mit anderen Frauen zu vergnügen. Doch die drei gehörten zu den Montagues, so musste Romeo erst überlegen, sagte dann aber doch zu.
Während des Balls verliebte sich Romeo in Julia und Julia in Romeo. Doch Romeo war nicht bewusst, dass Julia eine Capulet war. Nach einigen heimlichen Treffen der beiden warnten Mercutio und Benvolio ihn vor weiteren Treffen. Doch er ließ sich nicht davon abhalten. Als herauskam, dass die beiden sich weiterhin trafen, kam es zu einem Streit, bei dem Julias Cousin Romeos Cousin tötete. In seiner Wut brachte Romeo dann Julias Cousin um.
Nach diesem Vorfall musste er die Stadt sofort verlassen, was ihm sehr schwer fiel.
Julia sollte verheiratet werden – mit einem doppelt so alten Mann! Sie war doppelt verzweifelt, da sie ihren Romeo hatte gehen lassen müssen und ihre Eltern sie zwangsverheiraten wollten.
Doch nach einiger Zeit hatte ihre Mutter Verständnis, denn sie war ebenfalls mit 14 Jahren zwangsverheiratet worden. Die Mutter hatte einen Plan um die Heirat zu verhindern. Sie schrieb Romeo einen Brief, in dem sie ihn über Julias „Tod“ aufklären wollte, sein bester Freund Benvolio sollte den Brief überbringen. Doch dieser wollte Romeo schützen und zerriss den Brief. Julia war inzwischen zum Schein „gestorben“. Als Romeo von dem Tod seiner geliebten Julia erfuhr, schlich er sich in die Familiengruft der Capulets. Dort nahm er ein Gift, das ihn sofort umbrachte. Nach einiger Zeit löste sich der Zauber, der auf Julia gelegen hatte. Ihre Mutter hatte ihr eine Flüssigkeit gegeben, die sie 24 Stunden lang wie tot aussehen ließ. Doch als sie aufwachte, sah sie ihren Romeo tot neben sich liegen. Sie erdolchte sich daraufhin.

Das Ende war zwar traurig, da beide gestorben waren, doch im Allgemeinen waren wir alle positiv überrascht, da wir mit einem langweiligen Stück gerechnet hatten.
Nach der Aufführung nahmen sich die Schauspieler noch eine halbe Stunde Zeit für unsere Fragen. Sie gaben uns auch noch Tipps für eigene Theaterprojekte.
Das fanden wir auch sehr gut.

Annika und Julia 10c